Ergebnisse der Jurysitzung für das Studienjahr 2017 / 2018

Jury Mitglieder:   

Christian Kühn (Architekt und Dekan, Institut für Architektur und Entwerfen, TU Wien), Chus Martínez (Kuratorin und Leitung, Institut Kunst, Fachhochschule Nordwestschweiz – Hochschule für Gestaltung und Kunst, Basel), Florian Pumhösl (Künstler, Wien), Kolja Reichert (Kunstkritiker, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurt/Main) und Christoph Thun-Hohenstein (Generaldirektor und wissenschaftlicher Geschäftsführer, MAK)

Einreichungen: 245
 

Kategorie Architektur

2. Oktober 2017 – 16. März 2018:
Alejandra Avalos, Guillermo Acosta und Alan Rios (Mexiko)
 
2. April – 14. September 2018:
Noemi Polo (Italien)
 

Kategorie bildende Kunst

2. Oktober 2017 – 16. März 2018:
Flora Hauser (Österreich)
Baptist Penetticobra (Frankreich)
 
2. April – 14. September 2018:
Gerry Bibby (Australien)
Aleksandra Domanović (Slowenien)

Ersatz Kategorie Architektur:
Christina Jauernik und Nora Amélie Sahr (Österreich/Luxemburg)

Ersatz Kategorie Bildende Kunst:
Julia Curylo (Polen)
Misha Stroj und Giulia Gabrielli (Slowenien/Italien)
 

Statement der Jury

Von 245 eingereichten Projekten aus 40 Ländern wurden einstimmig zwei Projekte aus dem Bereich Architektur und vier Projekte aus dem Bereich Bildende Kunst sowie insgesamt drei Ersatzprojekte ausgewählt.

Die Entscheidung der diesjährigen Jury gründet sowohl auf der Qualität der von ambitionierter künstlerischer Praxis geprägten Arbeiten als auch auf dem Maß an Neugier, das eine qualitätsvolle Interaktion mit dem kulturellen Kontext von Los Angeles erlaubt; die aktuellen gestalterischen Fragestellungen, die das künftige Schaffen dieser Künstler und Künstlerinnen beeinflussen könnten, seien hier nur nebenbei erwähnt. Wir verweisen auf die Ambitioniertheit aller ausgewählten Projekte und die aufgeworfenen Fragen, die sich mit den Bedingungen des Artists and Architects-in-Residence Programms auseinandersetzen. Die Fragen erschließen formale und spekulative Ebenen, die dazu beitragen könnten, den Charakter des StipendiatInnenprogramms als einzigartige und in unserer Kulturlandschaft so dringend benötigte Gelegenheit zur Konzeption und Entwicklung von Projekten in einem internationalen Kontext zu bewahren.

Die ausgewählten Projekte im Bereich Architektur betonen die Bedeutung der vielen Ebenen und Lesarten, mit denen die Stadt und ihre einzelnen Elemente interpretiert werden; sie unterstreichen darüber hinaus die unterschiedliche Dynamik, die zwischen Individuen und ihrem situativen Architekturkontext aus einem interdisziplinären Ansatz heraus entstehen kann. Trotz der Verschiedenheit ihrer Formensprache beweisen die beiden Einreichungen, wie wichtig ein Nachdenken über mehrere mögliche Zukunftsentwürfe in der Architektur zur Formulierung eines neuen Gesellschaftsvertrages ist.

Wien, 22. Mai 2017
 
Jury, MAK-Schindler-Stipendien 2017/18 (v. l. n. r.):
Christian Kühn (Architekt und Dekan, Institut für Architektur und Entwerfen, TU Wien), Florian Pumhösl (Künstler, Wien), Chus Martínez (Kuratorin und Leitung, Institut Kunst, Fachhochschule Nordwestschweiz – Hochschule für Gestaltung und Kunst, Basel), Kolja Reichert (Kunstkritiker, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurt/Main) und Christoph Thun-Hohenstein (Generaldirektor und wissenschaftlicher Geschäftsführer, MAK, Wien)
© MAK/Mona Heiß