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Das MAK-Schindler-StipendiatInnenprogramm in den Mackey Apartments, Los Angeles

MAK Center Artists and Architects-in-Residence Program
Im Rahmen des MAK Center Artists and Architects-in-Residence Programms vergibt das MAK jedes Jahr Stipendien an acht aufstrebende internationale KünstlerInnen und ArchitektInnen für einen jeweils sechsmonatigen Aufenthalt in den Pearl M. Mackey Apartments von Rudolph M. Schindler in Los Angeles. Vorrangiges Ziel des Programms ist es, junge KünstlerInnen und ArchitektInnen gezielt und nachhaltig zu unterstützen und den Anstoß zu neuen interdisziplinären Perspektiven und grenzüberschreitenden Konfrontationen zu geben. Finanziert wird diese einzigartige Initiative vom Bundeskanzleramt Österreich / Kunstsektion in Zusammenarbeit mit dem MAK.

Jedes Frühjahr wählt eine international besetzte Jury in Wien aus zahlreichen Bewerbungen junger Kulturschaffender aus der ganzen Welt die besten Beiträge aus. Die Stipendien werden für eigenständige Projekte vergeben, die die Beziehung zwischen Kunst und Architektur thematisieren und untersuchen. Die Auswahl erfolgt nach verschiedenen Kriterien: inwieweit sich die Projekte kritisch mit Trends in den Bereichen Kunst, Architektur und Gesellschaft auseinandersetzen; ob es einen überzeugenden Bezug zu Los Angeles als idealem Ort für die Umsetzung oder Fortführung der Arbeit des jeweiligen Bewerbers gibt; und ob sie einen konzeptuellen und experimentellen Ansatz aufweisen.

Im Fokus steht vor allem die Auseinandersetzung mit dem Ort des Stipendienaufenthalts, Los Angeles. Die Stadt hat sich zweifellos zu einem Zentrum des kritischen künstlerischen, architektonischen und urban-theoretischen Schaffens entwickelt. Viele StipendiatInnen greifen die vielschichtigen Facetten des Lebens in der Stadt auf und reflektieren sie in ihren Projekten.

Für die Dauer seines Aufenthaltes von Oktober bis März beziehungsweise von April bis September steht jedem Stipendiaten / jeder Stipendiatin eines der von Schindler entworfenen Mackey Apartments in Los Angeles sowie ein monatliches Stipendium zur Verfügung. Bei der Projektarbeit stehen die MitarbeiterInnen des MAK Center for Art and Architecture, L.A. unterstützend zur Seite. So nützt etwa die Leitung des MAK Center ihre Kontakte, um Treffen mit bedeutenden KünstlerInnen, ArchitektInnen, KuratorInnen, KritikerInnen und Lehrenden zu arrangieren. Die StipendiatInnen werden dazu angeregt, an den Aktivitäten des MAK Center teilzunehmen sowie Treffen, Workshops und Projektbesprechungen mit anderen KünstlerInnen und StudentInnen beizuwohnen.

Zweimal jährlich, im März und im September, präsentiert das MAK Center die vor Ort entwickelten Projekte und Arbeiten im Rahmen der „Final Projects“-Ausstellungen einer interessierten Öffentlichkeit. Die Dokumentation der Arbeiten wird katalogisiert und verbleibt im Archiv des MAK Center, dessen Online-Version unter MAKcenterarchive.org abrufbar ist.

Seit 1995, dem Beginn des MAK Center Artists and Artists-in-Residence Programms, waren Gruppen internationaler StipendiatInnen im MAK Center zu Gast. Bislang absolvierten rund 200 Alumni – unter anderem aus Österreich, Bulgarien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, Mexico, Peru, Polen, Russland, der Schweiz, Serbien, der Slowakei, Südkorea, Thailand, der Türkei und Ungarn – das Programm.
 

Online Publikation Schindler Lab

Diese Publikation dokumentiert eine auf Ausstellungen fokussierte Initiative, in deren Rahmen KünstlerInnen und ArchitektInnen aufgefordert waren, Installationen zum Wohnbauexperiment Rudolph M. Schindlers zu entwickeln.
 
Alljährlich begrüßt das MAK Center nicht nur unzählige BesucherInnen aus der Region, sondern aus den gesamten USA und dem Ausland, die von diesem frühen Beispiel (1922) moderner Architektur in Los Angeles fasziniert sind und oft präzise Fragen stellen. Sie interessiert, was Schindler dachte, als er das Haus plante und baute. Wie wurde das Haus genutzt? Wie wurde es über die Jahrzehnte rezipiert und kanonisiert? Und wie wird das Haus heute erhalten?
 
Inspiriert von diesen Fragestellungen entwickelte das MAK Center gemeinsam mit Sara Daleiden, der Initiatorin der Reihe, das Schindler Lab. Seit 2011 präsentiert die Reihe nicht nur Kunstprojekte, die das Wohnen im Haus in einen neuen Kontext stellen, sondern zeigt auch die langen Diskussionen, Debatten, Überlegungen und kreativen Lösungsansätze, die sich hinter jeder der Ausstellungen im Schindler House verbergen. Diesen Entwicklungsprozess stellt nun die Online-Publikation auf  SchindlerLab.org dar. / März 2015

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