Kunst im öffentlichen Raum

James Turrell – MAKlite

James Turrells permanente Außeninstallation MAKlite lässt intensives Licht in den Fensteröffnungen des MAK pulsieren. Mit der Unwirklichkeit eines Traumes wird die Ziegelsteinfassade ihrer statischen Geschlossenheit enthoben, um als schimmernde, durchlässige Membran Transfers zu suggerieren: Wortlos, aber nachdrücklich kommuniziert das MAK die komplexen Verhältnisse, die in seinem Inneren geschaffen werden, in die städtische Umgebung.

Permanente Installation an der MAK-Fassade, seit 2004

MAK, Stubenring 5, Wien 1
Verkehrsverbindung: U3 / Straßenbahnlinie 2 / Buslinie 3A, 74A / Stubentor, U4 / Landstraße (Wien Mitte)
 

Michael Kienzer – Stylit

In seiner Arbeit Stylit untersucht Michael Kienzer das Thema der Skulptur im öffentlichen Raum. Er interpretiert den Raum als Archiv von Gegenständen und setzt ihm eine weitere vertikale Struktur entgegen. Allerdings ist diese Skulptur, im Gegensatz zu allen anderen Elementen und Objekten einer Stadtmöblierung, bestimmt durch Differenz. Am Ende des meterlangen Rohrs, das aus einem topfartigen Sockel sprießt, ist eine Brunnenpumpe montiert, die – unerreichbar für den Passanten – in Höhe der Baumwipfel und der Straßenbeleuchtung sitzt.

Mit simplen Werkzeugen und alltäglichen (vorgefertigten) Materialien gelingt es Michael Kienzer immer wieder aufs Neue, Wahrnehmungsmuster zu brechen und differenzierte Raumverhältnisse zu schaffen.

Stylit entstand anlässlich der Ausstellung Michael Kienzer. Neue Immobilien (2004) und wurde aus Mitteln der Galerienförderung des bm:ukk angekauft.

Stubenring 5, Wien 1
Verkehrsverbindung: U3 / Straßenbahnlinie 2 / Buslinie 3A, 74A / Stubentor, U4 / Landstraße (Wien Mitte)

Franz West  – 4 Larven (Lemurenköpfe)

Nach einer umfassenden Restaurierung mithilfe des Leihgebers und der Franz West Privatstiftung sowie der MAK ART SOCIETY (MARS) sind die 4 Larven (Lemurenköpfe) (2001) von Franz West (1947–2012) im Januar 2016 an die Wiener Stubenbrücke zurückgekehrt. Anlässlich der MAK-Retrospektive Franz West: Gnadenlos wurden die 4 Larven (Lemurenköpfe) im Jahr 2001 auf den Pylonen der Stubenbrücke, der Verbindung der Weiskirchnerstraße und der Landstraßer Hauptstraße, angebracht.
 
Die archaisch anmutenden, bis zu drei Meter hohen 4 Larven (Lemurenköpfe) aus lackiertem, geformten Aluminium, die den Dialog zwischen skulpturalem Objekt und BetrachterIn herausfordern, verbinden sich mit der Symbolik des immanent fließenden Wassers des Wienflusses, das wegen seiner losen, flexiblen und unberechenbaren Form mit dem Chaos als kreative Strömung und urzeitlicher Materie in Verbindung gebracht wird.

Stubenbrücke, Wien 1
Verkehrsverbindung: U3 / Straßenbahnlinie 2 / Buslinie 3A, 74A / Stubentor, U4 / Landstraße (Wien Mitte)


Donald Judd – Stage Set

Donald Judds Stage Set ist Ausdruck einer kompromisslosen Vision zwischen Kunst und Architektur. Innerhalb eines 7,5 m x 10 m x 12,5 m dimensionierten Stahlgerüsts sind sechs verschiedenfarbige Stoffbahnen in unterschiedlicher Höhe angebracht. Sie rhythmisieren den offenen Raum und visualisieren die für Judds Arbeit charakteristischen seriellen Reihen und Abwicklungen. Donald Judd hat das Stage Set im Jahr 1991 anlässlich seiner Ausstellung Architektur für das MAK entwickelt. 1995 erfolgte die Schenkung der Installation an die Stadt Wien und seit 1996 befindet sich die Skulptur im Wiener Stadtpark.

Stadtpark, Wien 3
Verkehrsverbindung: U4 / Stadtpark, U3, U4 / Landstraße (Wien Mitte), Straßenbahnlinie 2 / Weihburggasse
 

Philip Johnson – Wiener Trio

Seit 1998 befindet sich Philip Johnsons Wiener Trio am Franz-Josefs-Kai/Schottenring. Jedes der Elemente des dreiteiligen Objekts hat einen eigenständigen skulpturalen Charakter, in ihrer Konstellation sind sie jedoch als Form von Architektur zu verstehen und reflektieren die langjährige intensive Auseinandersetzung des amerikanischen Architekten mit Monumentalität.
Philip Johnson hat das Objekt 1996 für die Ausstellung Turning Point im MAK konzipiert. Die Aufstellung dieser außergewöhnlichen Arbeit im öffentlichen Raum wurde durch die großzügige Unterstützung der Wiener Städtischen Allgemeinen Versicherung AG ermöglicht.

Franz-Josefs-Kai/Schottenring (gegenüber Ringturm), Wien 1
Verkehrsverbindung: U2, U4, Straßenbahnlinien 1 + 31 / Schottenring

 



 

Veranstaltung

James Turrell, MAKlite, 2004 Technische Adaptierung: 2018  Permanente Lichtinstallation an der Fassade des MAK  © Gerald Zugmann/MAK
Außeninstallation am MAK

James Turrell: MAKlite Reloaded

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Expositur

MAK Wien

Haus am Ring

Wie kaum eine andere Institution steht das MAK für die fruchtbare Verbindung von Vergangenheit und Zukunft, die auch beim Besuch seiner umfangreichen Sammlung, seiner weitläufigen Schauräume, seiner themenbezogenen Sonderausstellungen und seines diskursiven Programms fühlbar und erlebbar wird. Die Verbindung von angewandter Kunst, Design, Architektur und Gegenwartskunst zählt zu seinen Kernkompetenzen und hier wird sichtbar, welchen Beitrag die Wechselwirkung dieser Bereiche für die kulturelle Entwicklung leisten kann.

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