Adriana Czernin, Untitled, 2017 Courtesy Galerie Martin Janda, Wien
Ausstellung

ADRIANA CZERNIN

Fragment

Mi, 18.04.2018–So, 30.09.2018

MAK GALERIE

Ausgehend von dem Tableau mit Holzornamenten des Minbar der Ibn-Tulun-Moschee in Kairo aus dem Jahr 1296, einem Meisterwerk aus der Mameluken-Zeit, entwickelte die Künstlerin Adriana Czernin eine Werkserie, die verschiedene Aspekte geometrischer Konstruktion thematisiert. Sie versteht das Ornament dabei als eine Metapher für kulturelle, gesellschaftliche und persönliche Verstrickungen. Die raumgreifenden Werke dieser MAK-Ausstellung paraphrasieren die Fragmenthaftigkeit der Teile aus dem Minbar, die sich seit 1907 in der Sammlung des heutigen MAK befinden.

Erste Berührungspunkte der Künstlerin mit diesem Hauptwerk der ägyptischen Kunstgeschichte gab es bereits im Jahr 2014. Czernin entwickelte damals auf Einladung des MAK die großformatige Bleistiftzeichnung Nach Ibn-Tulun, sozusagen die Initialzündung zur Werkserie. Daraus resultieren streng geometrische Arbeiten, die Verbindungen zwischen zentralen Punkten durch Linien suchen.

Neben der Strenge des Systems mit all seinen Symmetrien und Wiederholungen geht die Künstlerin möglichen Asymmetrien nach. Durch das bewusste Entfernen einiger Ornamentteile entsteht eine dynamische Komposition aus scheinbar freien Formen, die sich über den Bildraum ausbreiten und andere Elemente durchqueren oder durchbohren.

Konstruktion und Dekonstruktion – das Befolgen strenger Regeln, aber auch deren Durchbrechung und Unterwanderung sind Komponenten von Czernins intensiver Arbeit mit dem Ornamentalen. Abgesehen von der streng formalen Auseinandersetzung mit der Formensprache des historischen Relikts konzentriert sich Czernin auf die Funktion des Ornaments als Träger von Tradition und Religion und verweist somit auf die transzendente Bedeutung im religiösen Zusammenhang. Das Aufgehen des Individuums in der Unendlichkeit der Ordnung, die mögliche Versenkung im Rausch optischer Wahrnehmung sowie die Funktion des Ornamentalen als Weg zur Kontemplation sind inhärente Themen ihrer Werkserie.

Adriana Czernin, 1969 in Sofia geboren, lebt und arbeitet seit 1990 in Wien und Rettenegg (Steiermark). Sie absolvierte 1998 die Klasse für Freie Grafik an der Universität für angewandte Kunst Wien.

Kurator: Johannes Wieninger, Kustode MAK-Sammlung Asien

Kuratorenführung

Do, 19.4.2018, 17:00 Uhr
mit Johannes Wieninger, Kustode MAK-Sammlung Asien

MAK4FAMILY

Sa, 28.04.2018, 14:00 Uhr - 16:00 Uhr Anmeldung abgelaufen
Sa, 12.05.2018, 14:00 Uhr - 16:00 Uhr Anmeldung abgelaufen
Sa, 22.09.2018, 14:00 Uhr - 16:00 Uhr Anmeldung abgelaufen
Adriana Czernin: Ein Teil vom Ganzen – Fragment
Wir schauen uns die Ausstellung der Künstlerin Adriana Czernin an. Sie arbeitet mit Ornamenten und Mustern. MINI MAK zeigt euch, wie aus einem „Fragment“ etwas ganz Neues entstehen kann. Außerdem stellen wir uns die Frage: Wann ist ein Kunstwerk wirklich fertig?

Workshop für die ganze Familie (ab 4 Jahren)
Materialbeitrag: € 4,50 pro Kind

Ermäßigter Eintritt für Begleitpersonen

MITTWOCHS IM MAK

Mi, 16.05.2018, 15:00 Uhr Anmeldung abgelaufen
ADRIANA CZERNIN: Fragment
Führung durch die Ausstellung, anschließend weiterführendes Gespräch im Restaurant Salonplafond im MAK.

Öffnungszeiten

Di 10:00–22:00 Uhr
Mi–So 10:00–18:00 Uhr
Mo geschlossen


Geöffnet am
26. Oktober 2018, Nationalfeiertag, MAK DAY
1. November 2018, Allerheiligen
8. Dezember 2018, Mariä Empfängnis
 

Öffnungszeiten an und zwischen den Feiertagen 2018/2019

Mo, 24. Dezember 2018, 10:00–15:00 Uhr
Di, 25. Dezember 2018, geschlossen
Mi, 26. bis So, 30. Dezember 2018, 10:00–18:00 Uhr
Mo, 31. Dezember 2018, 10:00–15:00 Uhr
Di, 1. Jänner 2019, geschlossen
Mi, 2. bis So, 6. Jänner 2019, 10:00–18:00 Uhr
 

Eintritt

€ 12 / ermäßigt € 9
Eintritt frei für Kinder und Jugendliche unter 19
Jeden Dienstag  18:00–22:00 Uhr Eintritt € 5
Mehr >>
 

Adresse und Anreise

Stubenring 5, 1010 Wien
U3 bis Stubentor, U4 bis Landstraße/Bahnhof Wien Mitte
Straßenbahnlinie 2, Buslinien 3A und 74A bis Stubentor
 

Barrierefreier Zutritt

Lift, Behinderten-WC beim Eingang Weiskirchnerstraße 1
Treppenlift zur Schausammlung Gegenwartskunst



 

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