TRANSPORTIEREN

So sehr Kommunikation und Zahlungsverkehr mittlerweile von digitalen Datenströmen beherrscht sind, Waren müssen immer noch körperlich transportiert werden. Mehr noch als der Computer steht damit wohl der Container für die heutigen weltweiten Handelsverflechtungen.

Container sind einfache, standardisierte Behälter, die alles Mögliche aufnehmen können: Lebensmittel und Waffen, Elektrogeräte und Altpapier, Turnschuhe und Medikamente. Als genormte und stapelbare Einheiten sind sie für Lastwagen und Güterzug, Frachtflugzeug und Containerschiff geeignet. In den 1950er Jahren von amerikanischen Frachtunternehmen eingeführt, ist der Container heute globaler Standard.

Container sparen Zeit, erlauben höhere Transportmengen und ermöglichen Industrien abseits zentraler Standorte. Sie haben Arbeitsweisen verändert und Arbeitsleistung unsichtbarer gemacht, ebenso wie die Produkte in ihrem Inneren: Hinter der nüchternen Containerhülle bleibt die Ladung anonym und austauschbar.

Mit unpersönlichen Containern haben die hier im MAK DESIGN LABOR gezeigten Kästen, Kassetten, Truhen und Schatullen nicht viel zu tun. Sie stammen aus einer frühen Epoche des Welthandels (16. und 17. Jahrhundert), in der Gesten und symbolische Akte noch von hoher Bedeutung sind. Zwar gibt es schmucklose Fässer und Kisten, doch haben viele Behälter über den Transportzweck hinaus oft noch einen Mitteilungswert.
Vargueno: Spanien, 2. Viertel 16. Jh.
Einblicke
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Ist lokales Produzieren... ?
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Vargueno

Spanien, 2. Viertel 16. Jh.

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