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... ALLER GATTUNGEN MÖBEL

Entwurfszeichnungen der Danhauserschen Möbelfabrik
Mi, 18.04.2012–So, 01.07.2012
Das MAK besitzt den zeichnerischen Nachlass der Danhauser’schen Möbelfabrik und verfügt mit mehr als 2.500 Skizzen, Zeichnungen und Katalogen über den weltweit bedeutendsten Bestand an Möbelzeichnungen des Wiener Biedermeier. Diese Blätter sind für das Wissen um die Geschichte und Blütezeit des Wiener „Meuble“ Anfang des 19. Jahrhunderts von unschätzbarem Wert.

Das 1804 von Joseph Ulrich Danhauser (1780–1829) für die Erzeugung vergoldeter, versilberter und bronzierter Bildhauerwaren gegründete Unternehmen erhielt 1808 das „k.k. Landesfabriks-Privilegium“ für Beleuchtungskörper und Dekorelemente zur Möbelverzierung. Kurz darauf kam die Landesfabriksbefugnis zur Produktion „aller Gattungen Möbel“ dazu, womit sich Danhauser ab 1814 exklusiv sämtlichen Bereichen der Innenraumgestaltung widmen konnte. Nach dessen Tod wurde die Fabrik von seinem Sohn Josef Franz Danhauser (1805–1845) übernommen und prägte als erstes großes Wiener Einrichtungshaus maßgeblich österreichische Wohn- und Residenzräumlichkeiten.

Die Zeichnungen aus der Werkstatt des Vaters stehen in der Tradition der akademischen Bildhauerzeichnungen, während den Entwürfen des jüngeren Danhauser seine Profession als Maler neue Impulse verlieh. Mit ihrer unübertroffenen Ästhetik und ihrem grenzenlosen Formenreichtum versetzen die Zeichnungen noch heute in Erstaunen. Mit einer Serie Interieurs inszenierte Josef Franz Danhauser in den 1830er Jahren eine beispiellose und zugleich zukunftsweisende Werbekampagne. Als Stahlstiche reproduzierte Innenraumentwürfe wurden der Wiener Zeitschrift für Kunst, Literatur, Theater und Mode beigelegt. Damit ist es ihm als Erstem gelungen, ganze Möbelensembles in ästhetisch anspruchsvoller Weise einem breiten Publikum vorzustellen und seine Produktpalette optimal zu vermarkten. Anlässlich der Eröffnung der Ausstellung wird der bearbeitete sowie digitalisierte Bestand aller Blätter online unter www.sammlungen.MAK.at veröffentlicht, was nicht nur für Wissenschaftler und Kunsthändler, sondern auch für Möbelliebhaber von Relevanz ist. Die ausgeführten Möbel der Manufaktur sind heute leider nur mehr spärlich erhalten. Einige der wichtigsten und kostbarsten Stücke sind in der MAK-Schausammlung, der MAK-Expositur Geymüllerschlössel sowie als MAK-Dauerleihgaben in der Albertina zu besichtigen.

Kuratorin Kathrin Pokorny-Nagel, Leitung MAK-Bibliothek und Kunstblättersammlung
Kuratorische Mitarbeit Julian Möhwald, MAK-Bibliothek und Kunstblättersammlung

Im MAK-Kunstblättersaal werden die umfangreichen Bestände der Bibliothek und Kunstblättersammlung in wechselnden Ausstellungen unter unterschiedlichen Aspekten beleuchtet. Die Themen der letzten Jahre – zeitgenössisches Grafikdesign, Plakate, Künstlerbücher, Architekturprojekte, Ornamentstiche und Farbholzschnitte – belegen die Vielfalt des Programms, die sich aus der Vielschichtigkeit der Sammlung ergibt.

Öffnungszeiten

Di 10:00–22:00 Uhr
Mi–So 10:00–18:00 Uhr
Mo geschlossen
Jeden Dienstag 18:00–22:00 Uhr Eintritt frei

Eintritt

€ 7,90 / ermäßigt € 5,50
Eintritt frei für Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre

Familienkarte € 11
(2 Erwachsene + mind. 1 Kind bis zum 14. Lebensjahr)

Führungen

MAK TOURS – Rundgänge durch das MAK:
Sa 11:00 Uhr deutsch, So 12:00 Uhr englisch und Themenführungen
€ 2 Führungsbeitrag pro Person, außer Kinder bis 6 Jahre

Sonderführungen

nach Voranmeldung
Gabriele Fabiankowitsch, Leitung Bildungsprogramm und Führungen
T +43 1 711 36-298 (Mo–Fr 10:00–16:00 Uhr),


Barrierefreier Zutritt

Lift, Behinderten-WC beim Eingang Weiskirchnerstraße 3

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20/21

MAK-Sammlung Gegenwartskunst

MAK Studies 15
deutsch/englisch
244 Seiten, zahlreiche Farbabbildungen
20 x 32 cm
MAK Wien / Verlag für moderne Kunst Nürnberg, 2009

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Das Bundeskanzleramt Österreich / Kunstsektion vergibt gemeinsam mit dem MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien, jährlich insgesamt acht Stipendien für freischaffende Künstler, ArchitekturstudentInnen (2. Studienabschnitt) und DiplomabsolventInnen der Studienrichtung Architektur unmittelbar nach dem Studienabschluss in den Mackey Apartments, Los Angeles.

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