:

Peter Eisenman

Barfuß auf weiß glühenden Mauern
Mi, 15.12.2004–So, 22.05.2005

MAK-Ausstellungshalle

Die Ausstellung „Barfuß auf weiß glühenden Mauern“ zeigt in der MAK-Ausstellungshalle Auszüge aus dem vierzigjährigen Schaffen des Architekten Peter Eisenman.
Überraschend und beunruhigend zugleich ist die von Eisenman eigens für das MAK entworfene Ausstellungsgestaltung. Eine gesichtslose Architektur transformiert die Ausstellungshalle und verbirgt nicht nur die vertraute Architektur des MAK, sondern auch die Exponate an sich. Erst in der Bewegung durch den bewusst niedrigen Raum eröffnen sich Einblicke und Ausblicke, die sowohl die Werke Peter Eisenmans offenbaren als auch den Bezug zur Originalarchitektur des MAK in Frage stellen.
Die dokumentierten Arbeiten reichen von den frühen Einfamilienhäusern über so wesentliche Vorhaben wie das Wexner Center for the Visual Arts, Columbus, Ohio, bis hin zu großen in Bau befindlichen Projekten, darunter die City of Culture of Galicia in Santiago de Compostela und das „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ in Berlin. Ein anderer wesentlicher Aspekt der Ausstellung ist Eisenmans Bezug zu Theorie und Geschichte, der sich in seinen Texten und in seiner Lehre ausdrückt.
Das Werk Peter Eisenmans ist komplex und nicht immer einfach zu lesen. Stets aufs Neue stellt er die Frage nach der Essenz der Architektur. Er überwindet traditionelle Konzepte wie Fassade, Schutz, Funktion oder Repräsentation, um eine radikale Neuorientierung architektonischer Präsenz zu provozieren. In seiner Auseinandersetzung mit historischen Phänomenen der Architektur, wie Terragni oder Palladio, wie auch in seiner Entwicklung neuer, zu nicht vorhersehbaren Ergebnissen führenden Entwurfsprozessen spielen Diagramme eine wesentliche Rolle. Für Eisenman ist das Diagramm ein Werkzeug – für die Zerlegung und Analyse struktureller wie auch innerhalb der Strukturen eingeschriebener Bedeutungen der Architektur. Daher zeigt die Ausstellung eine Reihe dreidimensionaler Diagramme, die seinen Entwurfsprozessen nachspüren.
In diesem Sinn agiert die Ausstellung als eine dreidimensionale Psychoanalyse von Eisenmans innerster Seele. Sie verleiht einer dynamischen räumlichen Erfahrung unmittelbare physische Realität.

Ausstellung
Peter Eisenman, Peter Noever
Kuratorin Tulga Beyerle
Kokuratoren
Cynthia Davidson, Emmanuel Petit
Projektdesign Pablo Lorenzo Eiroa

 

[Biografie Peter Eisenman]

[Rahmenprogramm]
Vorträge, Dialogführungen, Filmvorführung, Symposium

Katalog
"PETER EISENMAN. Barfuß auf weiß glühenden Mauern", hrsg. von Peter Noever, mit Texten von Peter Eisenman, Pier Vittorio Aureli, Karl Chu, Greg Lynn und Emmanuel Petit. MAK 2004, dt./engl., 192 Seiten, Hatje Cantz Verlag, Ostfildern-Ruit. EUR 34,-.
Erhältlich im [MAK Design Shop]

 

 

Random

MAK-Sammlung

:

Michael Kienzer – Stylit

mehr »

MAK-Studiensammlung

:

Studiensammlung Sitzmöbel

Kurator: Sebastian Hackenschmidt

Aus der umfassenden Möbelsammlung des MAK wird hier eine vielfältige Typologie des Sitzmöbels gezeigt. Anhand der visuell sinnlichen und zugleich didaktischen Zusammenstellung quer durch die Epochen und Stile wird nicht zuletzt der sich beständig wandelnde, sozial codierte Umgang mit Objekten in den Blick genommen.

mehr »
 

Random

:
departure/MAK

d>link

Unter dem Motto „design> neue strategien“ laden MAK und departure zu einer Serie von sogenannten Design-Links. Bei diesen insgesamt fünf Abendveranstaltungen treten Persönlichkeiten aus den Bereichen Design, Wirtschaft und Forschung aus aller Welt mit der lokalen Creative Community in Dialog.

mehr »
:

MAK-Jahreskarte Jugend € 25

mehr »
:
Präsentation Studiensammlung

Ein Schuss Rhythmus und Farbe

Englisches Textildesign des ausgehenden 19. Jahrhunderts
Mi, 06.02.2013–So, 13.10.2013

MAK-Studiensammlung Textil

mehr »
:

Schausammlung Romanik Gotik Renaissance

Künstlerische Intervention: Günther Förg

In der MAK-Schausammlung Romanik Gotik Renaissance wird das oft lange Weiterleben stilistischer Charakteristika im Kunstgewerbe sichtbar. Als besonderes Highlight ist hier der älteste, im Ensemble vollständig erhaltene Ornat aus dem Mittelalter zu sehen.

mehr »