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Sammlung Design-Info-Pool

Kustodin: Heidemarie Caltik

Als größtes Online-Archiv versammelt der MAK Design-Info-Pool (dip) Informationen und Medienmaterial zu mehr als 2.500 österreichischen DesignerInnen und nahezu 8.000 Designobjekten mit dem Ziel, einen fundierten Überblick der österreichischen Designproduktion anzubieten. Der MAK-DIP versteht sich als Forschungsplattform und Ansprechpartner für die Creative Community, die Scientific Community, die Creative Industries sowie als zentrale Schnittstelle zur Vermittlung österreichischen Designs.

Der MAK Design-Info-Pool (dip) ist eine virtuelle Sammlungs- und Präsentationsplattform für österreichisches Design des 20. und 21. Jahrhunderts, wobei alle Aspekte handwerklich, industriell und künstlerisch orientierter Designproduktion in Österreich einbezogen werden. Um ein umfassendes Bild der österreichischen Designproduktion und ihrer Akteure zu vermitteln, sind renommierte und aktuelle Designpositionen sowie das für das MAK spezifische Crossover von Design, Architektur und Kunst dargestellt. Ein weiteres Ziel dieser Dokumentationsarbeit ist es, ExpertInnen der verschiedenen Designepochen als KommentatorInnen einzuladen, die definitiven Schlüsselwerke des österreichischen Designs seit dem Ende der Wiener Werkstätte 1932 bis heute aus der Sammlung heraus zu bestimmen, zu analysieren und zu kommentieren.

Der 1990 gegründete MAK Design-Info-Pool ist nicht nur Kommunikator, Clearingstelle und Forschungslabor, sondern seit 2000 auch ein Sammlungssegment des Museums. Hier wird versucht, dem traditionellen Sammeln – über die physische Anhäufung ausgewählter Objekte hinaus – eine adäquate Form im virtuellen Kontext zu geben, um einen zeitgemäßen Zugang zu den Inhalten zu ermöglichen.

Seit 1994 werden neue Techniken der Museumspräsentation und Museumsdidaktik erprobt, um die Standards für Informationsaufbereitung und -visualisierung zu optimieren. Die vom MAK-DIP entwickelte Suchmaschine entspricht den Anforderungen eines gezielt recherchierenden ebenso wie eines allgemein interessierten Publikums.

Den Beteiligten (DesignerInnen, ArchitektInnen, KünstlerInnen) wird ermöglicht, die Veröffentlichung von Designinformationen und die Aktualisierung ihrer Portfolios – im Dialog mit dem MAK – online vorzunehmen.

Eckdaten des derzeit umfassendsten Online-Archivs für österreichisches Design:
1.200 DesignerInnen, 670 DesignproduzentInnen, mehr als 5.000 Designprojekte
60 % der Projekte mit Detailbeschreibungen, Kommentaren von JurorInnen, KuratorInnen, AutorInnen
rund 1.100 Projekte mit nationalen und internationalen Auszeichnungen, bis zu neun Auszeichnungen pro Projekt

Im Rahmen des Ausstellungszyklus’ DesignShowcases©, der in dynamischer Abfolge und an wechselnden Schauplätzen im MAK ausgewählte DesignerInnen und Designstudios vorstellte, konnten zahlreiche Designobjekte in die Sammlung des MAK aufgenommen werden. Zwischen 2001 und 2008 wurden über dreißig aus der Sammlung heraus entwickelte Ausstellungen realisiert.

Spezialarchiv Designpioniere

Eine Vertiefung der Sammlung zeitgenössischen österreichischen Designs im MAK erfolgt durch den Aufbau von Spezialarchiven. Ihr Zweck ist die Erforschung und Präsentation von Lebenswerken ausgewählter zeitgenössischer Designerpersönlichkeiten, die in Österreich geboren sind oder hier arbeiten und Gegenstrategien zu den Mängeln der Zeit, Zivilisation und Gesellschaft entwerfen oder Vorbildcharakter haben und Impulse geben.

Wesentliche Aufgabe des Spezialarchivs ist der Aufbau umfangreicher Quellenarchive mit Rezeptionsdokumenten und Schlüsselwerken. Eine technische Innovation ist die Entwicklung einer Online-Forschungsplattform, die Fachleuten mit interdisziplinärem Fokus aus ganz Europa ermöglicht, auf der Basis eines Qualitätsrasters Schlüsselwerke und Lebensthemen zu definieren und zu kommentieren.

Carol Christian Poell
Carol Christian Poell ist einer der bedeutendsten Vertreter einer subversiv-sozialkritischen Modekunst der Gegenwart. Sein Anliegen ist es, tradierte Handwerkstechniken durch innovativste Material- und Verfahrenstechniken zu verjüngen. Diese Strategien und Techniken zu erforschen und zu dokumentieren, ist das Ziel des 2002 initiierten Spezialarchivs. Das webbasierte Forschungsportal für das wissenschaftlich arbeitende Projektteam, das Fachpublikum sowie die allgemein interessierte Öffentlichkeit wird laufend aktualisiert.

Eckdaten:
– Webportal mit 3 Contentebenen
– 200 Schlüsselwerke mit Mehrfachkommentaren

carolchristianpoell.MAK.at

Mittelfristig ist eine Präsentation der Forschungsergebnisse in der Verschränkung realer Objekte mit medialen Szenografien geplant.

Peter Noever
In einem Pilotsegment wurden die veröffentlichten und unveröffentlichten Schriften des Designvordenkers Peter Noever dokumentiert. Dieses Quellenarchiv umfasst mehr als 1.500 Diskurse zu Design, Architektur, Kunst und Gesellschaft, die der Grundlagenforschung zugänglich gemacht werden. Eine Auswahl von Noevers Schlüsseltexten aus der Gesamtbibliografie wird auf dem Forschungsportal ab 2012 veröffentlicht.

peternoever.MAK.at

Helmut Lang
Helmut Lang gilt als der Modepionier und Trendsetter der 1990er Jahre. Mit seinem extremen Minimalismus hat er die internationale Szene beeinflusst und neue Medienstrategien entwickelt.

In einer großzügigen, umfangreichen Schenkung hat Helmut Lang dem MAK 2010 sein gesamtes Grafik- und Corporate-Archiv überlassen und einen substanziellen Querschnitt von Schlüsselwerken seiner Kollektionen von 1984 bis 2005 zusammengestellt.

Das Spezialarchiv wird im MAK als zentrales HELMUT LANG Quellenarchiv zur Dokumentation, Erforschung und Präsentation von Langs kreativer Arbeit auf dem Gebiet der Mode eingerichtet.
Am Forschungsportal MAK-Spezialarchiv HELMUT LANG wird aktuell gearbeitet.

helmutlang.MAK.at

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Sammlung Design

Kustode: Thomas Geisler

Die 2005 angelegte MAK-Sammlung Design vertritt ein breites Spektrum österreichischen Designschaffens. Dabei spannt sich der Designbegriff von industrieller Produktion über handwerkliche Fertigung bis hin zum künstlerischen Einzelstück und Prototypen, vom Gebrauchsgegenstand über Mode bis hin zu Grafik- und Mediengestaltung.

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