Emma SCHIFF-SUVERO

Am 1. März 1939 stellte das MAK einen Antrag auf Sicherstellung der Sammlung Schiff-Suvero und schlug zugleich vor, die Sammlung dem Museum kurzfristig zu übergeben, damit ein Verzeichnis erstellt werden könne. Nach Durchsicht der Objekte, die in der Galerie St. Lucas, Wien, gelagert waren, trat das Museum in Verkaufshandlungen mit dem Anwalt von Erwin Reitzes, dem Erben der verstorbenen Sammlerin Emma Schiff-Suvero, die Ende März 1939 mit dem für das MAK günstigen Gesamtpreis von RM 12.000,- abgeschlossen wurden. Die 120 angekauften Objekte umfassten ausgewählte Stücke der umfangreichen Textilsammlung von Emma Schiff-Suvero. Zudem erwarb das MAK im August 1939 32 Porzellan- und Glas-Objekte aus der Sammlung Schiff-Suvero um RM 6.000,-. In den Akten des MAK konnte kein Hinweis darauf gefunden werden, dass nach 1945 ein Antrag auf Rückstellung der Objekte der Sammlung Schiff-Suvero gestellt worden wäre.
Für die 212 Objekte der Sammlung Schiff-Suvero, die sich im MAK befanden, empfahl der Beirat am 10. April 2002 die Rückgabe. Die Restitution der Keramik- und Glas-Objekte erfolgte am 10. April 2003, die der Textil-Objekte am 8. September 2003.

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Podiumsdiskussion

„Das eingesperrte Objekt – Der ausgesperrte Besucher“

Vitrinen im heutigen Museumsbetrieb
Di, 24.05.2016

Veranstaltung

MAK Vortragsreihe iM BRENNPUNKT

Boris Groys

Museum in Medien – Medien im Museum