The Fest

Zwischen Repräsentation und Aufruhr

Mi, 14.12.2022—So, 7.5.2023

MAK – Museum für angewandte Kunst

Seit jeher haben Feste zu aktivistischen Experimenten oder auch zu künstlerischen Ansagen herausgefordert. So vermag bisweilen selbst ein Champagnerglas oder auch eine verbotene Kostümierung, ein immersiver Partysound oder eine Festinszenierung Überraschungen und sogar Provokationen auszulösen. Das Fest als ein flüchtiges Ereignis hat immer wieder Gestalter*innen aus Kunst, Architektur, Design und Musik veranlasst, Gestaltungstraditionen und Kunstdiskurse in die Exzesse einer wilden Nacht oder in die Feier eines würdigen Anlasses zu übersetzen. Umgekehrt haben diese vergänglichen Freiheiten neue Formate und Inhalte angeregt und ausgetestet. Feste dokumentieren gesellschaftliche Dringlichkeiten und dabei Veränderungen – im Großen wie im Kleinen. Die MAK-Ausstellung THE FEST. Zwischen Repräsentation und Aufruhr verlebendigt Kultur- wie Sozialgeschichte und thematisiert die Bedeutung von Gestaltungsstrategien für gelebte Alltagskultur. 
 
Thematisch sind dem Festlichen kaum Grenzen gesetzt: Gefeiert wird aus religiösen und politischen Gründen, (wilde) Künstler*innen- und andere Feste überschreiten mitunter Tabus, private Feiern spiegeln gesellschaftliche Zusammenhänge wider. Zeitlich spannt die Ausstellung einen Bogen von der beginnenden Aufklärung über neue Festkalender einer sich formierenden Arbeiterklasse zu Zeiten der Industrialisierung bis hin zu aktuellen Formaten des Festlichen. Ob verwegene Maskenbälle des Rokokos, Feste künstlerischer Avantgarden der Zwischen- und Nachkriegszeit oder verbotene Raves: Sie alle werden mit ihrer subversiven Kraft in THE FEST ins Gedächtnis gerufen, diskutiert und zelebriert.

Gastkuratorin:
Brigitte Felderer
 
Co-Kuratorin:
Olga Wukounig
 
MAK Kuratorin:
Anne-Katrin Rossberg, Kustodin MAK Sammlung Metall und Wiener Werkstätte Archiv, unter Mitwirkung aller MAK Kustod*innen
 
MAK Ausstellungshalle

 

Eröffnung

Dienstag, 13.12.2022, 19 Uhr
Eintritt frei ab 18 Uhr
 

Führungen 

jeden Samstag 16.30 Uhr
jeden Sonntag 14.30 Uhr
 

PUBLIKATION 

Zur Ausstellung erscheint die Publikation THE FEST. Zwischen Repräsentation und Aufruhr, herausgegeben von Lilli Hollein, Brigitte Felderer, Anne-Katrin Rossberg, mit Beiträgen von Chiara Baldini, Bogomir Doringer; Brigitte Felderer, Rainald Franz, Sebastian Hackenschmidt, Lilli Hollein, Werner Oechslin, Kathrin Pokorny-Nagel, Anne-Katrin Rossberg, Peter Sandbichler, Lara Steinhäußer, Bärbel Vischer, Mio Wakita-Elis, Marlies Wirth und Olga Wukounig. Deutsch/Englisch, ca. 432 Seiten mit zahlreichen Abbildungen. MAK, Wien/Birkhäuser Verlag, Basel 2023. Erhältlich ab Dezember 2022 im MAK Design Shop und unter MAKdesignshop.at um € 49.
 

Kooperationspartner 


 
 
 

Programm (25 Veranstaltungen)

Di, 13.12.2022 19 Uhr21 Uhr

Ausstellungseröffnung The Fest

Zwischen Repräsentation und Aufruhr
Sa, 17.12.2022 16.30 Uhr17.30 Uhr

Ausstellungsführung The Fest

Zwischen Repräsentation und Aufruhr
Ausstellungsführung The Fest
Seit jeher haben Feste zu aktivistischen Experimenten oder auch zu künstlerischen Ansagen herausgefordert. So vermag bisweilen selbst ein Champagnerglas oder auch eine verbotene Kostümierung, ein immersiver Partysound oder eine Festinszenierung Überraschungen und sogar Provokationen auszulösen. Das Fest als ein flüchtiges Ereignis hat immer wieder Gestalter*innen aus Kunst, Architektur, Design und Musik veranlasst, Gestaltungstraditionen und Kunstdiskurse in die Exzesse einer wilden Nacht oder in die Feier eines würdigen Anlasses zu übersetzen. Umgekehrt haben diese vergänglichen Freiheiten neue Formate und Inhalte angeregt und ausgetestet. Feste dokumentieren gesellschaftliche Dringlichkeiten und dabei Veränderungen – im Großen wie im Kleinen. Die MAK-Ausstellung THE FEST. Zwischen Repräsentation und Aufruhr verlebendigt Kultur- wie Sozialgeschichte und thematisiert die Bedeutung von Gestaltungsstrategien für gelebte Alltagskultur. 
 
Thematisch sind dem Festlichen kaum Grenzen gesetzt: Gefeiert wird aus religiösen und politischen Gründen, (wilde) Künstler*innen- und andere Feste überschreiten mitunter Tabus, private Feiern spiegeln gesellschaftliche Zusammenhänge wider. Zeitlich spannt die Ausstellung einen Bogen von der beginnenden Aufklärung über neue Festkalender einer sich formierenden Arbeiterklasse zu Zeiten der Industrialisierung bis hin zu aktuellen Formaten des Festlichen. Ob verwegene Maskenbälle des Rokokos, Feste künstlerischer Avantgarden der Zwischen- und Nachkriegszeit oder verbotene Raves: Sie alle werden mit ihrer subversiven Kraft in THE FEST ins Gedächtnis gerufen, diskutiert und zelebriert.
 
Gastkuratorin:
Brigitte Felderer
 
Co-Kuratorin:
Olga Wukounig
 
MAK Kuratorin:
Anne-Katrin Rossberg, Kustodin MAK Sammlung Metall und Wiener Werkstätte Archiv, unter Mitwirkung aller MAK Kustod*innen
 
MAK Ausstellungshalle

Führungsbeitrag: € 3,50 zzgl. Eintritt
Treffpunkt: MAK Säulenhalle

Kopfhörer: In der Führung kommt möglicherweise ein Audiosystem zum Einsatz. Bitte nehmen Sie nach Möglichkeit im Sinne der Nachhaltigkeit Ihre eigenen Kopfhörer (3,5mm-Standard Anschluss) mit. Alternativ können Sie Kopfhörer um € 1 an der Kassa erwerben.
 

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So, 18.12.2022 14.30 Uhr15.30 Uhr

Ausstellungsführung The Fest

Zwischen Repräsentation und Aufruhr
Ausstellungsführung The Fest
Seit jeher haben Feste zu aktivistischen Experimenten oder auch zu künstlerischen Ansagen herausgefordert. So vermag bisweilen selbst ein Champagnerglas oder auch eine verbotene Kostümierung, ein immersiver Partysound oder eine Festinszenierung Überraschungen und sogar Provokationen auszulösen. Das Fest als ein flüchtiges Ereignis hat immer wieder Gestalter*innen aus Kunst, Architektur, Design und Musik veranlasst, Gestaltungstraditionen und Kunstdiskurse in die Exzesse einer wilden Nacht oder in die Feier eines würdigen Anlasses zu übersetzen. Umgekehrt haben diese vergänglichen Freiheiten neue Formate und Inhalte angeregt und ausgetestet. Feste dokumentieren gesellschaftliche Dringlichkeiten und dabei Veränderungen – im Großen wie im Kleinen. Die MAK-Ausstellung THE FEST. Zwischen Repräsentation und Aufruhr verlebendigt Kultur- wie Sozialgeschichte und thematisiert die Bedeutung von Gestaltungsstrategien für gelebte Alltagskultur. 
 
Thematisch sind dem Festlichen kaum Grenzen gesetzt: Gefeiert wird aus religiösen und politischen Gründen, (wilde) Künstler*innen- und andere Feste überschreiten mitunter Tabus, private Feiern spiegeln gesellschaftliche Zusammenhänge wider. Zeitlich spannt die Ausstellung einen Bogen von der beginnenden Aufklärung über neue Festkalender einer sich formierenden Arbeiterklasse zu Zeiten der Industrialisierung bis hin zu aktuellen Formaten des Festlichen. Ob verwegene Maskenbälle des Rokokos, Feste künstlerischer Avantgarden der Zwischen- und Nachkriegszeit oder verbotene Raves: Sie alle werden mit ihrer subversiven Kraft in THE FEST ins Gedächtnis gerufen, diskutiert und zelebriert.
 
Gastkuratorin:
Brigitte Felderer
 
Co-Kuratorin:
Olga Wukounig
 
MAK Kuratorin:
Anne-Katrin Rossberg, Kustodin MAK Sammlung Metall und Wiener Werkstätte Archiv, unter Mitwirkung aller MAK Kustod*innen
 
MAK Ausstellungshalle

Führungsbeitrag: € 3,50 zzgl. Eintritt
Treffpunkt: MAK Säulenhalle

Kopfhörer: In der Führung kommt möglicherweise ein Audiosystem zum Einsatz. Bitte nehmen Sie nach Möglichkeit im Sinne der Nachhaltigkeit Ihre eigenen Kopfhörer (3,5mm-Standard Anschluss) mit. Alternativ können Sie Kopfhörer um € 1 an der Kassa erwerben.
 

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Di, 20.12.2022 18 Uhr21 Uhr

Open Häkeln by (young) MAK gegen Einsamkeit

Open Häkeln by (young) MAK gegen Einsamkeit
(young)MAK lädt zu der offenen diskursiven Workshop-Serie Open Häkeln ein! Textile Handwerkstechniken – im ersten Schritt geht es ums Häkeln – werden erlernt und angewandt, um miteinader in Verbindung zu treten. Textiler Diskurs, Technik und Materialität verknüpfen bzw. verhäkeln sich. Künstler*innen, Denker*innen, Wissenschaftler*innen sowie Handwerkstechniker*innen werden als Impulsgeber*innen eingeladen, um ihre Ansätze im Rahmen von kurzen Vorträgen, Performances oder Präsentationen als künstlerische, inhaltliche und technische Impulse sowie als Inspiration bzw. Hilfestellung weiterzugeben. Die Besucher*innen sind herzlich eingeladen, an Diskussionen, Geschichten, Tratsch und Plaudereien anzuknüpfen und vor allem mitzuhäkeln!
 
Teilnahme kostenlos
Keine Altersbeschränkung 
Anmeldung erforderlich



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Di, 20.12.2022 19 Uhr20 Uhr

Conversation Piece: Dinner for One

Mit der Psychiaterin und Initiatorin der Plattform gegen Einsamkeit Dr.in Karin Gutiérrez Lobos
Conversation Piece: Dinner for One
Auf Festen feiern wir gemeinsam das Zusammensein. Weihnachten, das wir oft als „das große Fest“ bezeichnen, ist allerdings für viele von uns auch „das Fest der Einsamkeit“, an dem wir das Alleinsein als besonders schmerzlich empfinden. Wir sind soziale Wesen, Kontakte mit anderen sind lebenswichtig. „Das Vermeiden von Einsamkeit ist ein Überlebensmerkmal der Menschen – das ist in der Evolution begründet“, so die Wiener Psychiaterin und Neurologin Karin Gutiérrez-Lobos. Wir sprechen mit der Expertin auch über die aktuelle Betroffenheit von Einsamkeit einer jungen Generation sowie darüber, wie wichtig das Gefühl der Verbundenheit ist und wie wir uns als Gesellschaft dafür einsetzen können. Außerdem denken wir gemeinsam darüber nach, ob und wie Museen Orte gegen Isolation sein können und sollen. 
 
We need to talk! Das MAK startet mit dem neuen Vermittlungsformat Conversation Pieces. Wir sprechen mit Künstler*innen, Aktivist*innen, Wissenschaftler*innen und Persönlichkeiten unterschiedlicher Wissensfelder zu ausgewählten Objekten aus der MAK Sammlung. Conversation Pieces widmet sich Themen wie Diversität, Feminismus, Teilhabe oder Einsamkeit, symbiotische Körper, Rassismus in Sammlungen, Planet Care u. v. m. Wir nutzen das MAK als einen vielstimmigen Ort des Austauschs und stellen uns diversen gesellschaftspolitischen Diskursen und Problematiken, die neue Blickwinkel auf eine außergewöhnliche Sammlung zulassen. Conversation Pieces versteht sich als Anstoß, verbreitete Bilderwelten und Narrative sichtbar zu machen und kritisch zu hinterfragen, indem wir gemeinsam darüber sprechen.
 
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Medien

André Ostier, Vicomtesse de Ribes und Pierre Celeyron, Winter Ball, Hotel Coulanges, Paris, 30. Dezember 1958
© A. & A. Ostier
 
Cerith Wyn Evans, Astrophotography-Stages of photographic development by Siegfried Marx (1987), 2007 Foto: Jens Ziehe | TBA21
Chris Groner, Reclaim the Streets, 13. Juli 1996, M41 Motorway, Shepherd’s Bush, London © Chris Groner
Rosette aus dem Haller Schmuck, 1570–1580 © MAK/Nathan Murrell
WERNER 2 © Maria Ziegelböck
Exglas für die Wiener Werkstätte, 1919 © MAK/Katrin Wißkirchen
André Ostier, Patricia Lopez-Willshaw, Winter Ball, Hotel Coulanges, Paris, 30. Dezember 1958
© A. & A. Ostier
 
Gelatin, Qu’ils mangent de la brioche, 2006 Courtesy of the artists and Perrotin, Paris 
Austria-Kostüm aus dem Besitz der (späteren) Gräfin Mathilde von Attems, um 1898 © MAK/Branislav Djordjevic
Naja Orashvili, Bogomir Doringer, Rave-O-Lution in Tbilisi, 2018 © Naja Orashvili, Bogomir Doringer
Michèle Pagel, Where is my pipe?, 2020
Keramik, Glasur, Metall
Foto: Kati Göttfried
Courtesy Galerie Meyer Kainer